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Altbewährtes neu aufgelegt

Evangelischer Posaunenchor Fahrenbach-Trienz präsentierte „Best of“-Konzert – Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft

Fahrenbach. (kö) „Best of“ – unter dieses Motto stellten die Bläserinnen und Bläser des Evangelischen Posaunenchors Fahrenbach-Trienz ihr diesjähriges Konzert. „Best of“ deshalb, weil sich die Musiker in einer internen Abstimmung ihre Lieblingsstücke aussuchen durften. „Eine Erleichterung war das für unser Ensemble aber nicht“, konstatierte anfangs der Obmann Christoph Weber, „denn es galt ja, alte, lange schon gespielte Stücke in einer neuen, einer ,heißen Version’, zu erlernen“.

„Heiße Version“ aber nicht etwa wegen der Temperaturen oder eines kompletten Stilwandels im Posaunenchor, der schon 117 Jahre alt ist. „Heiß“ deshalb, weil es das erste Konzert in der Verantwortung des neuen Dirigenten Michael Heiß war. Michael Heiß schwingt seit etwa eineinhalb Jahren den Taktstock in Fahrenbach und macht das sehr gut, wie das über einstündige Konzert den Zuhörern in der gut besetzten Kirche zeigte.

Musikalisch unterstützt wurden die 24 Blechbläser von Karl-Fried Schulz, der wieder mal bewies, dass er die Orgel in der Fahrenbacher Kirche „auszuspielen“ weiß. Egal, ob bei „Lobet und preiset den Herrn“, beim Präludium von Johann Kuhnau, als sogar die Kirchenglocken ihn begleiteten, oder beim Beatles-Klassiker „Yesterday“ – Karl-Fried Schulz holte sich jedes Mal begeisterten Applaus ab.

Angesagt wurden die Musikstücke von den beiden Schwestern Emma und Franziska Kniel, die informativ und witzig durch das anspruchsvolle Programm führten. „Altbewährtes neu aufgelegt“, so kündigten beide im passenden Dialog z. B. das „Friends for Life“ von Dizzy Stratford oder „Wie Wind und Weite “ von Daniel Rau an. Das Ergebnis eines Probewochenendes, das melodiöse „One moment in time“, kam beim Publikum ebenso gut an wie der Doppelchor mit bis zu acht Stimmen bei der Bach-Kantate „Gott der Herr ist Sonne und Schild“.

Die Zuhörer waren immer wieder aufgefordert, mitzusingen, wenn die Blechbläser ihre Variationen bekannter Stücke wie „Herr deine Liebe“ oder „Nun danket alle Gott“ anspielten. Ein sichtbar zufriedener Dirigent ließ seine Musiker dann mit „Schönster Herr Jesu“ und einem Stück von Felix Mendelssohn zu einer besonderen Ehrung überleiten.

Adolf Hillenbrand, so die 2. Obfrau Natalie Strom bei der Laudatio, gehört nun schon seit 25 Jahren zu den Stammkräften in der Altstimme. Er hat sein „Hand- bzw. Trompetenwerk“ im Binauer Posaunenchor erlernt und dieses Können nach einer längeren Pause seit März 1993 in Fahrenbach eingebracht, so die stv. Obfrau. Für seinen Einsatz – er gehört fast jedes Jahr zu den fleißigsten Chormitgliedern – wurde Adolf Hillenbrand unter dem Applaus der Gemeinde die silberne Ehrennadel verliehen.

Der Chor gratulierte mit den irischen Segenswünschen, ehe Obmann Christoph Weber seinem Dirigenten Michael Heiß für das Engagement bei der Vorbereitung des musikalischen Abends dankte. Die Arbeit aller Musiker habe sich gelohnt und es habe sich wieder mal gezeigt, dass die Kameradschaft im Posaunenchor Fahrenbach-Trienz ihres gleichen sucht: „Die Mischung stimmt“, so Christoph Weber.

Und weil man das auch bei allen Trompeten- Posaunen-, Hörner- und Tubatönen merkt, war es klar, dass das Ensemble nicht ohne zwei Zugaben von der Kirchenbühne gehen durfte. Das „Kniel –Duo“ sagte mit dem Stück „Der Herr segne und behüte dich“ ein neu einstudiertes Werk und dann noch eine musikalische Überraschung an.

Weil es sich ja um ein „Best-of-Konzert“ handelte, und die Musiker allesamt von diesem Stück begeistert sind, spielte der Posaunenchor zum großen Finale zusammen mit Karl-Fried Schulz an der Orgel eine Strophe von „O du fröhliche“. Es war der krönende Abschluss eines ganz besonderen Konzertes.

Mosbacher Nachrichten vom Donnerstag, 12. Juli 2018, Seite 6