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Zum Reformationsjubiläum erklangen Lutherchoräle

Die Posaunenchöre des evangelischen Kirchenbezirks musizierten bei strahlendem Sommerwetter im Neckarelzer Burggraben

Von Pia Geimer

Neckarelz. Das Wetter spielte grandios mit am Samstagabend: Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen hatten die Posaunenchöre aus dem ganzen Kirchenbezirk zu einem gemeinsamen Konzert im Neckarelzer Burggraben eingeladen. Ganz im Zeichen des Jubiläums „500 Jahre Reformation“, stellten Bezirkskantor Bernhard Monninger und die Chorleiter der insgesamt sechs verschiedenen Formationen alte und neue Vertonungen von Lutherchorälen aus sechs Jahrhunderten vor. Dekan Folkhard Krall ergänzte das musikalische Programm mit vorgetragenen Texten und sorgte so für einen schönen geistlichen Rahmen.

Zwölf Posaunenchöre gibt es insgesamt im Kirchenbezirk um Mosbach herum, und fast alle waren bei diesem Konzert beteiligt. Die größte Formation stellte die „Offene Bläserprobe“, die unter der Leitung von Bernhard Monninger den Abend mit der „Dresdner Fanfare“ von Traugott Fünfgeld (*1971) eröffnete, gefolgt von dem Choral, der zur Reformationshymne schlechthin wurde, „Ein feste Burg ist unser Gott“ in einer Vertonung von Johannes Michel (*1962).

Eines der hübschesten Stücke des Programms hatte die nächste Formation aus Binau und Hüffenhardt mitgebracht. Fein und leise erklang die „Festliche Intrade“ von Thomas Riegler (1965), die bewies, dass es eben nicht immer die ganz große Bläserpracht sein muss. Am Dirigentenpult wechselten sich bei den insgesamt vier Stücken der Gruppe Andreas Parzer und Steffen Walter ab.

Einige der von Dekan Krall vorgelesenen Texte stammten aus recht überraschenden Quellen. Im Jubiläumsjahr haben sich auch Prominente wie Fußballtrainer Jürgen Klopp und Comedian Eckart von Hirschhausen als Botschafter der Reformation betätigt und zum Teil sehr persönlich berichtet, was ihr Glaube und die Person Martin Luther für sie bedeuten.

Mit einem in der Renaissance sehr populären Werk „La Mourisque“ und Choralvertonungen von „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ waren die Posaunenchöre der Johannes-Diakonie, Lohrbach, Mosbach und Strümpfelbrunn zu hören, die unter der Leitung von Bernhard Monninger mit dem prachtvollen „Rejoice in the Lord“ von George Rathbone (1874-1951) ihr Programm abrundeten.

Den Choral „Nun freut euch, liebe Christen gmein“ hatte sich der Posaunenchor aus Neckarelz und Diedesheim vorgenommen. Chorleiter Michael Heiß, der die 15-köpfige Truppe mit seinem engagierten Dirigat gut zusammenhielt, beschloss den Vortrag mit einer fröhlichen „Intrada“ von Johannes Pezelius (1639-1694).

Nach zwei schwungvollen Stücken, gespielt von der „Offenen Bläserprobe“ in großer Besetzung, erspielte sich der Posaunenchor Schefflenz mit seiner abwechslungsreichen Stückauswahl viel Applaus. Neben Luthers „Aus tiefer Not“ hatten die Musiker Gospels und teils sogar eigene Arrangements ihres Chorleiters Andreas Bosch mitgebracht, der die Gruppe mit seiner Posaune vom Pult aus leitete. Übrigens halfen alle Chorleiter bereitwillig mit ihrem Instrument in den verschiedenen Formationen aus und sorgten für rhythmische Sicherheit.

Nach „Verleih uns Frieden gnädiglich“ und John Rutters wunderschönem Vokalstück „An Irish Blessing“, vorgetragen mit schönem Trompetenklang vom Posaunenchor aus Fahrenbach-Trienz unter der Leitung von Michael Heiß, war man dann schon beim letzten Stück angelangt, zu dem sich alle 80 Musiker rund um den gesamten Burggraben postierten.

„Bleib bei mir, Herr“ in einer Version von Chris Wood (*1951) gehört zu den schönsten geistlichen Abendliedern überhaupt und animierte auch die zahlreich erschienenen Zuhörer, bei den im Programmblatt abgedruckten Strophen mitzusingen. Nach den Dankesworten von Bezirksobmann Jürgen Zimmermann klang das Konzert im Burggraben mit „Der Mond ist aufgegangen“ als Zugabe stimmungsvoll aus.

Mosbacher Nachrichten vom Montag, 26. Juni 2017, Seite 6